Behandlung von Husten

Prinzipiell gilt es nicht den Husten, sondern die ihm zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln. Das Symptom Husten selbst lässt sich allerdings durch eine Reihe weiterer Maßnahmen lindern.

Kurzfassung:

  • Schleimlösende Medikamente helfen bei produktivem Husten, den zähen Schleim zu verflüssigen.
  • Hustenstillende Medikamente (Antitussiva) dürfen hingegen nur bei unproduktivem Reizhusten und nach einem Arztbesuch eingenommen werden.
  • Inhalationen mit Meersalz werden häufig als lindernd empfunden.
  • In der Verkühlungssaison kann eine Ansteckung durch einfache Hygienemaßnahmen (regelmäßiges Händewaschen) verhindert werden.
  • Hustenstillende Medikamente (Antitussiva) dürfen nur bei unproduktivem Reizhusten und nach einem Arztbesuch eingenommen werden. (Africa Studio / Shutterstock)

Wie wird Husten behandelt?

Schleimlösende Medikamente (Mukolytika, Sekretolytika, Phytopharmaka) helfen bei produktivem Husten, den zähen Schleim zu verflüssigen, woraufhin sich dieser leichter abhusten lässt. Der Körper wird somit in seiner natürlichen Abwehrreaktion unterstützt. Inhalationen mit Meersalz oder pflanzlichen Aufgüssen (z.B. Kamillenöl) sowie Brustumschläge werden von vielen Betroffenen als lindernd empfunden.

++ Mehr zum Thema: Ursachen & Formen von Husten ++

Auch die Anwendung von salzhaltigen Nasensprays führt zur Anfeuchtung der Schleimhäute und fördert dadurch das Abhusten.  Besonders wichtig ist es, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, da dies für die Verflüssigung des Schleims Voraussetzung ist. Hierfür kann etwa auf eine breite Palette von Teesorten zurückgegriffen werden (z.B. Malve, Süßholz, Thymian)

Hustenstillende Medikamente (Antitussiva) dürfen hingegen nur bei unproduktivem Reizhusten und nach einem Arztbesuch eingenommen werden. Die enthaltenen Substanzen wirken meist direkt im Gehirn, am Hustenzentrum, und können den Hustenreiz mitunter so stark dämpfen, dass Schleim nicht mehr abgehustet wird und die Atemwege verlegt werden.

Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2007 hat einem alten Hausmittelgegen Husten zu neuem Ansehen verholfen: dem Honig. Ein Löffel davon linderte den nächtlichen Hustenreiz bei Kindern besser als ein Hustensaft. Weitere Hausmittel gegen die Nachtruhe störenden Husten sind Zwiebelsud und salzige Suppen. Auch das Hochlagern des Oberkörpers wird als hilfreich beschrieben.

Was können Sie gegen Husten tun?

Ganz allgemein: Eine gesunde Lebensführung (ausgewogene Ernährung, Bewegung) macht widerstandsfähiger. Hören Sie insbesondere mit dem Rauchen auf, dadurch können viele Husten verursachende Erkrankungen vermieden werden. In der Verkühlungssaison kann eine Ansteckung durch einfache Hygienemaßnahmen (regelmäßiges Händewaschen) verhindert werden.

++ Mehr zum Thema: Rauchstopp – So erholt sich der Körper ++

Vor allem in der kalten Jahreszeit herrscht in geheizten Räumen geringe Luftfeuchtigkeit. Der trockenen Zimmerluft kann mit einfachen Methoden (Stoßlüften, Luftbefeuchter, Aufhängen nasser Tücher) entgegengewirkt werden. Auch ein Luftbefeuchter kann verwendet werden.

Bei über 50-Jährigen, chronisch Kranken und Personen mit Abwehrschwäche wird eine Impfung gegen Influenza (echte Grippe) empfohlen. Ebenso empfiehlt sich für Risikogruppen eine Impfung gegen Pneumokokken.

Bei Allergien gilt es die auslösenden Substanzen zu meiden, auch kann eine Gewöhnungskur versucht werden. Wenn ein Husten mehrere Wochen anhält oder sehr heftig ist, Blut ausgeworfen wird, hohes Fieber oder Atemnot bestehen, ist unbedingt ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Prognose

Ein akuter Husten heilt in der Regel komplikationslos aus. Beim chronischen Husten hängt die Prognose von der jeweiligen Grunderkrankung ab.

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Autoren:
Medizinisches Review: Dr. Martin Jurek (2018)
Redaktionelle Bearbeitung: Dr.med. Kerstin Lehermayr, Silke Brenner (2018)

Stand der Information: Oktober 2018

Quelle: netdoktor.at

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